Die Fußball EM 2012 rückt näher. Polen und die Ukraine bereiten sich auf das Treffen Europas vor – jedes Land auf seine Weise. Während sich die Menschen in Polen auf die Umsetzung touristischer Ziele konzentrieren, jagen durch die Straßen der Ukraine hundemordende Milizen.
Die Ukraine – zwischen Schönheit und Grauen
Die Ukraine ist ein naturreiches Land – Wälder und Wiesen und atemberaubende Landschaften wohin man sieht. Misswirtschaft und fehlende Perspektiven lassen das einst so blühende Land zerbrechen. Wer hier lebt, kämpft ums Überleben. Das geht sowohl den Menschen, als auch den Tieren so. Denn die Ukraine hat – ebenso wie Russland – ein ernstes Problem mit streunenden Tieren. Geldmangel erlaubt keine flächendeckende Kastration der Tiere und so sterben jeden Tag tausende wild lebender Tiere durch Autounfälle oder Vergiftungen. Die Menschen in der Ukraine sind mit dem Töten der streunenden Tiere also durchaus vertraut. Doch was nun für Abscheulichkeiten an den Tag kommen, empört Tierschützer auf der ganzen Welt.
Töten im Akkord
Um den Anforderungen der Uefa gerecht zu werden und die Fußballspiele wie auch den Aufenthalt der Touristen im Land so angenehm wie möglich zu gestalten, hat sich die ukrainische Regierung aufgemacht, einen Genozid an streunenden Hunden zu vollziehen. So wurden die ersten Milizen bereits im Frühling 2011 durch die Straßen des Landes geschickt, um herrenlose Hunde zu fangen, zu vergiften, zu erschlagen und danach in sogenannten beweglichen Krematorien zu verbrennen. Unvorstellbare Bilder gingen um die Welt. Sie zeigen Menschen, die Hunde auf die abscheulichsten Weisen quälen. So werden Hunde mit Brechstangen erschlagen, erschossen oder lebend in diesen rollenden Krematorien geschmissen, wo die armen Tiere auf unvorstellbare Weise verenden. Die Zahl der getöteten Tiere steigt weit in den 5-stelligen Bereich. Die beliebteste Methode der Tiermörder ist das Verabreichen des Giftes Dithylinum. Ein preiswertes Mittel aus dem Bereich der menschlichen Tuberkulosebehandlung. Da die Tuberkulose Erkrankungen in den letzten Jahren gerade in der Ukraine rasant gestiegen sind, ist dieses Mittel in vielen Haushalten vorhanden. Die Tiere sterben in der Regel ab einer Dosis von 2ml. Verabreicht werden zwischen 0,5 und 1 ml. Das hat zur Folge, dass die Tiere ihrer Tötung bei vollem Bewusstsein beiwohnen. Grausam und unmoralisch nennen Tierschützer diese Vorgehensweise.
Was ist zu tun?
Die Regierung der Ukraine hat zugesichert, dass das Massenmorden an Tieren mit sofortiger Wirkung eingestellt wird. Ein Versprechen, das selbstverständlich nur zur Beruhigung der internationalen Proteste gedacht ist und keinerlei Substanz hat. Die Demonstranten fordern nun vermehrt den Boycott der EM 2012 in der Ukraine. Wer daran nicht festhalten möchte, der wird aufgefordert, Gelder zur umfassenden Kastration der streunenden Tiere zu spenden. Es werden außerdem Gelder für das Errichten von Tierheimen und Tierauffangstationen gesammelt. Entsprechende Konten sind im Internet ausgewiesen. Ebenso sind im Internet Petitionen zu finden, die gegen das Vorgehen der ukrainischen Regierung protestieren. Hier haben sich bisher über 400.000 Demonstranten gefunden.
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